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Schwerverletzte in der Region optimal versorgt

 

Alle Kliniken im Traumanetzwerk Ulm durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert

 

 

Gerade jetzt, in der nebligen Jahreszeit, passieren sie wieder häufiger: Schwere Verkehrsunfälle mit vielen Verletzten oder sogar Toten. Aber auch sonst können sich Unfälle überall und jederzeit ereignen: Ob zu Hause, beim Sport, am Arbeitsplatz oder auf dem Schulweg. So unvorhersehbar Unfälle und ihre Folgen sind, so wichtig ist es, dass die Akutbehandlung von Unfallopfern so schnell und strukturiert wie möglich abläuft. Zwölf Kliniken der Region haben es sich seit 2008 zur Aufgabe gemacht, die Versorgung von Schwerverletzten in Ulm und Umgebung weiter zu verbessern und im Sinne der Patienten noch effizienter zusammen zu arbeiten. Unter Federführung des Universitätsklinikums Ulm und des Bundeswehrkrankenhauses (BWK) Ulm haben sie sich zum Traumanetzwerk Ulm zusammengeschlossen. Nach dreijähriger Vorbereitung sind jetzt alle teilnehmenden Kliniken nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert. Damit erfüllt das Traumanetzwerk Ulm nachweislich alle Kriterien für die bestmögliche Versorgung Schwerverletzter in der Region Ulm/Alb/Donau/Brenz/Iller/Allgäu – und zwar flächendeckend und rund um die Uhr.

 

„Der entscheidende Faktor in der Polytraumaversorgung, also der Versorgung von Menschen mit mehreren schweren Verletzungen, die in der Summe lebensbedrohlich sind, ist die Zeit. In der Notfallrettung sprechen wir von der ‚Golden Hour of Shock‘. Innerhalb einer Stunde sollte die Erstversorgung stattfinden. Dafür müssen schwer verletzte Patienten schnellstmöglich in adäquate Versorgungseinrichtungen gebracht und dort entsprechend behandelt werden“, erklärt Dr. Christoph Riepl, Netzwerkbeauftragter und Oberarzt an der Universitätsklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie. Mit dem Zusammenschluss im Traumanetzwerk sind dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Alle teilnehmenden Kliniken verpflichten sich dazu, einheitliche Standards einzuhalten, sowohl in der Kommunikation mit Rettungsdiensten und Kliniken, als auch in der Versorgung der Patienten. „Die Zertifizierung des Gesamtnetzwerkes ist ein Schritt, der die Versorgungsqualität in der Region noch weiter verbessert“, freut sich Prof. Dr. Florian Gebhard, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor des Zentrums für Chirurgie am Universitätsklinikum Ulm und Sprecher des Traumanetzwerks.

 

Von dem Zusammenschluss profitieren aber auch die Kliniken selbst; sei es durch die gemeinsame Nutzung vorhandener Ressourcen, wie z.B. Hubschrauberlandeplätzen, oder durch ein Verbund-System zur Fort- und Weiterbildung. Für das BWK Ulm hat die eigene zentrale Rolle im Traumanetzwerk laut Oberstarzt Dr. Mathias Helm noch einen anderen entscheidenden Vorteil: „Als eine wesentliche Aus- und Weiterbildungsstätte für medizinisches Personal innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr ist es für uns eminent wichtig, an der medizinischen Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten beteiligt zu sein – insbesondere im Hinblick auf unsere Aufgaben im Auslandseinsatz“, so der stellvertretende Sprecher des Traumanetzwerkes,

 

Um anerkanntes Traumazentrum im Netzwerk zu werden, müssen die Kliniken eine Vielzahl unterschiedlichster Kriterien erfüllen. Diese wurden von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in einem Weißbuch zusammengefasst und vom unabhängigen Institut „Diocert“ überprüft. Sie betreffen den Ablauf bei Aufnahme und Transport eines Patienten vom Unfallort in ein Traumazentrum ebenso wie standardisierte Behandlungsabläufe und Verlegungskriterien für die Frühphase der Schwerverletztenversorgung. Hinzu kommen weitere Verpflichtungen wie die regelmäßige Teilnahme an Ausbildungsprogrammen oder an Qualitätszirkeln zur Aufarbeitung möglicher Fehler. Ebenfalls dazu gehört eine Meldepflicht beim Deutschen Traumaregister. In diesem werden Patienten-Verlegungsströme erfasst: Wann wurde welcher Patient von welchem Klinikum in welches Klinikum verlegt? Wie waren die zeitlichen Abstände? Dies gewährleistet langfristig eine strukturierte Versorgung und Verlegung von Patienten.

Außerdem gelten für die Kliniken im Traumanetzwerk klare Richtlinien bezüglich ihrer personellen, räumlichen und technischen Ausstattung. Bestimmte  24-Stunde-Dienste müssen gewährleistet werden. In vielen Fällen mussten die Schockräume, in denen schwer verletzte Patienten im Krankenhaus erstversorgt werden, technisch aufgerüstet werden. Dazu Dr. Christoph Riepl:  „Andere Kliniken mussten teilweise sogar umbauen und personell erheblich aufstocken. Ein Riesenaufwand – aber einer, der sich für die Patienten wirklich auszahlt.“ Diese Anforderungen, vor allem finanzielle und organisatorische, sind wohl auch Grund dafür, dass nicht alle Kliniken im Umkreis am Zertifizierungsverfahren teilnahmen. „Das ist der einzige Wermutstropfen. Allerdings ist es jederzeit möglich, sich nachzertifizieren zu lassen. Wir hoffen sehr, dass sich zukünftig weitere Einrichtungen dazu entschließen“, sagt Prof. Dr. Florian Gebhard.

 

Und so funktioniert die Zusammenarbeit im Netzwerk: Die einzelnen Einrichtungen werden einer von drei Versorgungsstufen mit je unterschiedlichen Anforderungen zugeordnet: Lokale Traumazentren sind meist Einrichtungen der Grund- und Regelversorgung, wie z.B. das Krankenhaus Tettnang. Regionale Traumazentren sind Schwerpunkthäuser bzw. Häuser der Maximalversorgung, wie das Klinikum Heidenheim. Das Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, bildet gemeinsam mit dem Ulmer Bundeswehrkrankenhaus das überregionale Traumazentrum im Traumanetzwerk. Jedes lokale Zentrum kann schwer verletzte Patienten in regionale und überregionale Zentren verlegen. Dabei trägt nicht die verlegende Klinik die Verantwortung, einen Patienten in einer anderen Klinik unterzubringen. Vielmehr muss sich das größere, angefragte Traumazentrum bei Kapazitätsengpässen um die Weiterverlegung kümmern. Das überregionale Traumazentrum verpflichtet sich, jeden Patienten aufzunehmen.

 

Geschieht z.B. auf der A7 bei Memmingen ein schwerer Verkehrsunfall, bringt der Rettungsdienst nach seiner Ersteinschätzung den Verletzten zunächst ins dortige regionale Traumazentrum. Dort erfolgt standardmäßig eine Aufnahme vom Schädel bis zum Becken durch einen Computertomographen (CT). Ergibt das CT Verletzungen, die dort nicht behandelt werden können, etwa weil es keine ausreichend große Abteilung für Neurochirurgie gibt, erfolgt ein Anruf im nächstgrößeren Zentrum, das einen solchen Patienten adäquat behandeln kann, beispielsweise im Universitätsklinikum Ulm. Der Patient wird dann über den Schockraum ins Universitätsklinikum verlegt. „Im Netzwerk ist jetzt klar geregelt, wer wen aufnimmt. Der Vorteil: Es gibt keine Wegsucherei mehr. Das führt zu erheblicher Zeitersparnis, die wiederum dem Patienten zu Gute kommt“, schließt Dr. Christoph Riepl.

 

Überregionales Traumazentrum: Universitätsklinikum Ulm und Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Regionale Traumazentren: Klinik am Eichert Göppingen, Klinikum Heidenheim, Ostalbklinikum Aalen, Klinikum Memmingen, Krankenhaus Günzburg, Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd

Lokale Traumazentren: Verbundkrankenhaus Dinkelsbühl, Rotkreuzklinik Lindenberg, Krankenhaus Tettnang, Kreisklinik Ottobeuren

 

Hier können Sie Informationen zu den zertifizierten Kliniken downloaden:

Klinikliste als PDF

MANV Liste als PDF

Nicht nur Pulverschnee birgt Gefahren
Die Luftrettung arbeitet auch im Winter auf Hochtouren

 

Es ist ein kalter Wintertag, die Sonne versteckt sich hinter den Wolken. Ein paar Kinder laufen Schlittschuh auf einem kleinen See nahe Ulm. Sie machen Faxen, spielen, lachen. Plötzlich geschieht das Unglück: Ein Junge bricht im dünnen Eis ein. Die anderen reagieren geistesgegenwärtig und rufen Hilfe mit dem Handy. Der Notruf landet kurz später beim Luftrettungszentrum am Ulmer Eselsberg, das im Winter unter besonderen, teils schwierigen Bedingungen arbeiten muss.

 

Der Rettungshubschrauber „Christoph 22“ steht jetzt meist im Hangar und nicht im Freien, weil die kalten Temperaturen problematisch für Medizin und medizinische Geräte sein könnten. Außerdem müsste der Hubschrauber im Fall der Fälle nicht von Schnee und Eis befreit werden. „Trotzdem verlieren wir keine Zeit, wir sind genauso schnell in der Luft wie im Sommer“, sagt Pilot Marc Rothenhäusler. Etwa zwei Minuten dauert es, bis „Christoph 22“ nach Eingang des Notrufs in der Regel abhebt. Mit Hilfe einer Plattform wird er nach draußen gefahren, wo der Pilot sofort mit der Startphase beginnt.

 

Die besondere Herausforderung für Piloten ist natürlich das Winterwetter mit all seinen Unbilden. „Die Flugbedingungen können sich sehr schnell ändern“, erklärt Rothenhäusler. Gefürchtet ist vor allem Eisregen, der sich an Scheibe oder Rotorblättern festsetzt. Aber selbst normaler Schneefall kann einem Piloten das Leben schwer machen, weil die Sicht stark beeinträchtigt ist. Nach Möglichkeit versuche man, Niederschlagsgebiete zu umfliegen. Bei flächendeckendem Schneefall müsse man schon vorher entscheiden, ob der Flug überhaupt machbar ist.

 

Ein Problem kann im Winter auch die Landung sein. Der Pilot würde sein Fluggerät, das mehr als drei Tonnen wiegt, zwar nie auf einem gefrorenen See aufsetzen. Aber selbst Pulverschnee bringt Gefahren mit sich, wie Rothenhäusler erklärt. Etwa fünf Meter über dem Boden wirbelt der Hubschrauber so viel Schnee auf, dass der Pilot nichts mehr sieht. „Man muss sich einen Fixpunkt suchen, einen Pfahl oder einen Zaun, und die Augen darauf richten.“ Wenn der Boden gefroren ist, sollte die Landung möglichst sanft sein. Andernfalls kann der Hubschrauber auf seinen Kufen „wegdrehen“.

 

Eine Rettung aus der Luft im oben geschilderten Fall ist laut Rothenhäusler undenkbar. Der Wind, den die Rotoren erzeugen, würde den Verunglückten unter Wasser drücken, deshalb wird er von Wasserwacht oder Feuerwehr an Land geholt. Dann kommt das medizinische Personal des Ulmer Luftrettungszentrums zum Einsatz, das von Bundeswehr und ADAC betrieben wird. Auch für die Ärzte sind winterliche Verhältnisse eine Herausforderung. Die oberste Maxime lautet, den Verunglückten vor Unterkühlung zu schützen, erklärt Dr. Matthias Helm, Leitender Notarzt der ADAC Luftrettung in Ulm. Besondere Vorsicht ist demnach bei Infusionen geboten, die nach Möglichkeit Körpertemperatur haben sollten. Eine Heizung im Hubschrauber, die mit der heißen Luft aus dem Triebwerk gespeist wird, sorgt dafür, dass der Innenraum schnell warm wird und auch die Temperaturen für Medikamente und Infusionen nicht unter einen kritischen Punkt fallen. „Natürlich können auch medizinische Geräte, die mit Akkus betrieben werden, unter der Kälte leiden“, erklärt Dr. Helm. Um selbst auf sicheren Füßen zu stehen, tragen er und seine Kollegen Schuhe mit Anti-Rutsch-Sohle. Auch das Zwiebel-Prinzip bei der Kleidung müssen Ärzte und Rettungsassistenten im Winter beachten. Helm spricht von einer „Stop-and-go-Aktivität“, berichtet vom ständigen Wechsel zwischen schnellen Handgriffen und Ruhephasen, Laufschritten zum Hubschrauber und zurück zum Verunglückten. Die Helfer müssten in der Lage sein, schnell Kleidungsstücke abzulegen und wieder anzuziehen. In der kalten Jahreszeit ist die Arbeit oft schwieriger. „Aber der Winter hat auch tolle Seiten“, sagt Helm. „Es ist wunderschön, über die Schwäbische Alb zu fliegen, wenn sie im Wintermantel liegt.“

 

 

„Christoph 22“ fast 1.400 Mal in der Luft
Einsatzbilanz des Ulmer Rettungshubschraubers

 

1.396 Mal ist der am Bundeswehrkrankenhaus Ulm stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 22“ im vergangenen Jahr zu Einsätzen gerufen worden. Seit Beginn der bestehenden Zusammenarbeit von Bundeswehr und ADAC in der Donaustadt vor rund neun Jahren stehen damit rund 16.400 Einsätze zu Buche.

Der ADAC stellt in Ulm die Piloten und den Hubschrauber, die Bundeswehr das ärztliche Personal und Teile der Crew. „Nur rund zwei Minuten dauert es, bis „Christoph 22“ nach einem Notruf starten kann“, betont Reimund Elbe, Pressesprecher des ADAC Württemberg. Aufgrund seiner Wendigkeit und einer Reisegeschwindigkeit von rund 250 km/h sei der Hubschrauber des Typs BK 117 meist in wenigen Minuten an den Einsatzorten. „Diese liegen überwiegend im Großraum Ulm, auf der Schwäbischen Alb, Oberschwaben “, erklärt Elbe, „rund ein Fünftel der Flüge führte 2011 nach Bayern“. Im Jahr 2010 hatte „Christoph 22“ insgesamt 1.470 Einsätze.

Bundesweit stiegen die Hubschrauber der ADAC Luftrettung 47.315 Mal in die Luft – das sind 3.232 Starts oder 7,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei rund 130 Rettungsflügen pro Tag versorgten die 34 Stationen der Gelben Engel insgesamt 43.273 Patienten. Die meisten Einsätze absolvierte 2011 die Station „Christoph 5“ in Ludwigshafen mit 1.970 Missionen. Auf Rang zwei folgte „Christoph 10“ in Wittlich mit 1.961 Flügen vor „Christoph 31“ in Berlin (1.944). Die Ulmer Station belegt in dieser Einsatzstatistik Platz 12.

Bei rund der Hälfte aller ADAC Einsätze (48,8 Prozent) handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen. Der zweithäufigste Anforderungsgrund für die ADAC Hubschrauber waren neurologische Notfälle wie zum Beispiel Schlaganfälle (12,5 Prozent). Bei 10,7 Prozent aller Einsätze wurden die Gelben Engel zu Verkehrsunfällen gerufen.

Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH beschäftigt derzeit mehr als 180 Mitarbeiter auf den 34 Stationen und in der Verwaltung und arbeitet dabei mit 760 Ärzten und 280 Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen. Bisher hat der ADAC als einer der Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland und als größter ziviler Anbieter über 250 Millionen Euro in den Ausbau der Luftrettung in Deutschland investiert.

Besuch der Sieger

Zum 40jährigen Jubiläum unseres Rettungshubschraubers hatten wir einen Malwettbewerb unter den Kindergärten der Region ausgeschrieben. Alle eingereichten Bilder wurden waren toll und konnten während einer Ausstellung im Ulmer Blautal-Center von den Besuchern prämiert werden. die meisten Stimmen bekam die Mal- und Bastelarbeit des Kindergartens Sonnenhalde.

Zur Belohnung durften nun alle Kinder des Kindergartens Sonnenhalde CHRISTOPH 22 am Bundeswehrkrankenhaus besuchen. Natürlich konnte der Hubschrauber und ein Rettungswagen von innen und außen ausgiebig betrachtet und erforscht werden. Es wurden Kinder von Kindern verbunden und auf Vakuummatratze und Rettungstrage gelagert. Zur Stärkung gab es Kakao und Kuchen. Das Highlight war aber für alle Start und Landung des Hubschraubers windgeschützt aus dem gläsernen Hangar zu beobachten.

Nicht nur für Österreich-Urlauber...

Ab 1.1. wird bei unseren Nachbarn das Bilden einer Rettungsgasse in jedem Stau zur Pflicht.
Damit werben Sie in einem Video, das auch den deutschen Autofahrern die Problematik auf unseren Straßen ins Bewusstsein rufen könnte ...

www.youtube.com/watch
Dazu leicht erklärt:

youtu.be/l1UbZFYuPEE

 

 

Prof. Lampl bei SWR1-Leute

Am 23.12. berichtete Prof. Lampl - Leitender Arzt der Abteilung Anästhesie & Intensivmedizin - über seine langjährigen Erfahrungen als Notarzt. Für alle die, die nicht die Möglichkeit hatten diese Vormittagssendung live zu hören, steht das Interview unter folgendem Link online zur Verfügung:

www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=8968940/1k47g6m/index.html

Traumateam auf dem Kilimanjaro

 

Wir feierten in diesem Jahr 40 Jahre Luftrettung aus Ulm und Tanzania feierte 50 Jahre Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang heißt der höchste Punkt Afrikas - der 5895m hohe Gipfel des Kilimanjaro - seit 50 Jahren Uruhu-Peak (Freiheitsgipfel). Grund genug für eine Hand voll bergbegeisterter Mitarbeiter der Sektion Notfallmedizin diesen Gipfel zu besteigen. Bei Vollmond und Neuschnee am Gipfeltag gelang die mehrtägige Besteigung in der letzten Woche. Wegen der großen Kälte wurde das Jubiläums-Poloshirt für das Gipfelfoto über die warmen Jacken gezogen.

Erinnerungen an 40 Jahre Luftrettung

 

 

Zum 40-jährigen Bestehen haben die Ulmer Luftretter ein 80-Seiten starkes Buch erstellt mit Geschichten, Anekdoten und Informationen rund um den Rettungshubschrauber.

Gegen Einsendung von € 5,- inkl. eines frankierten Rückumschlags (Din A5 Porto € 1,44)

können Sie dieses informative und hochwertige Buch bestellen.

 

 

Besonderen Absatz fanden die zum Jubiläum gefertigten Polo-Shirts aus 100% Baumwolle mit 2-farbigen Siebdruck-Motiv vorne und hinten (siehe Abbildungen).

Die übrigen Exemplare (Gr. M- XL) in royalblau können Sie bei uns bestellen.

Preis € 20,- (inkl. Versandkosten)

 

 

Eindrucksvolle Impressionen aus 40 Jahren Luftrettung in bewegten Bildern bietet die DVD zum Jubiläum.

Diese können Sie zum Preis von € 4,- bei uns bekommen.

Auch hier benötigen wir einen frankierten Rückumschlag (Din A5 Porto € 1,44).

 

 

Einige wenige Jubiläumsaufnäher sind ebenfalls übrig geblieben - siehe Link "Abzeichen"

 

Alle Anfragen bitte an:
RTH Christoph 22

Oberer Eselsberg 40

89081 Ulm

3. Internationaler European Trauma Course am BwK Ulm

 

Vom 18.-20.11.2011 fand bereits zum dritten Mal der „European Trauma Course (ETC)“ in den Räumlichkeiten der Einsatzsanitäterschule am Bundeswehrkrankenhaus Ulm statt. Der ETC ist ein international anerkanntes Kursformat und wird vom European Resuscitation Council zertifiziert. Es haben 24 Teilnehmer erfolgreich teilgenommen, darunter auch erfahrene Oberärzte und leitende Oberärzte großer Krankenhäuser, die regelhaft in die Traumaversorgung eingebunden sind.

Der Ulmer Kurs wurde vom „traumateam e.V.“ in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte „agbn“ organisiert und durchgeführt.

Zielgruppe des Kurses sind erfahrene, klinisch tätige Ärzte und Assistenzpersonen, die auch im Alltag in die Schockraumversorgung schwer verletzter Patienten eingebunden sind. Kursinhalt ist es - neben nur zwei Vorlesungen - in Kleingruppen verschiedenste Schockraumszenarien mit unterschiedlichen Schwerpunkten (z.B. Schockzustände unterschiedlicher Ursachen, Traumata bei Kindern und Schwangeren, Schädel- Hirn- Trauma, Abdominaltrauma und Extremitätentrauma) durchzuspielen. Während dieses intensiven Praxistrainings werden zusätzlich auch „Skills“, also spezielle Fertigkeiten wie Notkoniotomie oder die Anlage einer Thoraxdrainage sowie die Interpretation von Röntgen- und CT- Bildern geübt. Zusätzlich wird ein erheblicher Schwerpunkt auf das Team-Management sowie auf die Interaktion und Kommunikation gelegt. Daher üben die Teilnehmer bei diesem Kurs vermehrt das Miteinander im Schockraum, wodurch dieses Kurskonzept eine nahezu ideale Ergänzung zu bestehenden Kurskonzepten darstellt, die mehr Schwerpunkte auf die individuellen Fertigkeiten des einzelnen legen.

Für die sogenannte „Faculty“, also die Instruktoren des Kurses, konnten sowohl fachlich als auch menschlich hochqualifizierte Experten aus ganz Europe gewonnen werden. Diese kamen aus Slowenien, Kroatien, England, Österreich und natürlich auch aus Deutschland. Die Teilnehmer des Kurses kamen aus Finnland, Ungarn und Deutschland, die Kurssprache war Englisch.

Nach intensiven zwei Tagen mussten sich alle Teilnehmer dann noch einer praktischen Abschlussprüfung stellen. Dabei ergab sich immerhin die Notwendigkeit für einige Nachprüfungen nach einem ersten erfolglosen Versuch, die jedoch noch am selben Tage durchgeführt werden konnten. Letztendlich schlossen dann alle 24 Teilnehmer den Kurs  mit einer erfolgreichen Prüfung ab und erhielten ein offizielles, vom „European Resuscitation Council“ ausgestelltes Zertifikat.

Das Kurs-Feedback war überwältigend positiv. Selbst die erfahrensten Teilnehmer gingen nach zweieinhalb arbeitsintensiven Tagen mit dem Gefühl nach Hause, noch etwas für die täglich Arbeit dazu gelernt zu haben.

Ein nächste Kurstermin steht im Übrigen auch schon fest: vom 16.-18.11.2012 wird der Kurs erneut angeboten werden- und die ersten Mitglieder der Faculty haben schon für den Folgetermin ihre Teilnahme fest zugesagt.

Umfrage

 

Die Kenntnis einer europaweiten Notruf-Nummer scheint nicht überall vorhanden zu sein. Die Bayerische Landesärzte-Kammer hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) und der Hochschule für Gesundheit und Sport in Berlin eine Umfrage gestartet.

Wir möchten Sie bitten diesem wichtigen Thema 2 Minuten (6 Fragen) zu widmen.


Bitte laden Sie diesen Fragebogen und schicken ihn ausgefüllt per Mail oder Fax zurück an die Bayerische Landesärztekammer.

Download hier!


DANKE

 

   

12.000 Besucher zum Tag der offenen Tür

 

Bei schönstem Spätsommerwetter besuchten am Samstag den 24. September mehr als 12.000 Gäste den Tag der offenen Tür. Geduldig warteten die vielen Besucher in einer langen Schlange, um Zugang zu den auf dem Landeplatz ausgestellten Hubschraubern zu bekommen. Neben der eigenen BK 117 - die an diesem Tag nur wenige Einsätze hatte - konnte die nagelneue EC135 besichtig werden, die am Dienstag als neuer RTH CHRISTOPH 5 an den Standort Ludwigshafen ausgeliefert wird. Die Laupheimer Heeresflieger hatten den Großraumrettungshubschrauber (GRH) vom Typ CH53 ausgestellt. Einen ganz besonderen Hubschrauber hatten die Kameraden vom LTG 61 aus Penzing nach Ulm gebracht: mit der Bell UH1D mit der Kennung 71+48 war vor 40 Jahren der allererste Einsatz des SAR Ulm 75 geflogen worden - die Indikation damals war ein Herzinfarkt.

 

Auf dem Festgelände waren über den Tag Rettungsvorführungen der Feuerwehr Ulm und der Hilfsorganisationen geboten. Kinder und Erwachsene hatten die Möglichkeit Ihre Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen. Besondere Beachtung fanden dabei die Vorführungen der Höhenrettungsgruppe, die mehrfach einen Patienten vom Ausleger eines Baukrans rettete. Ralf Rommel mit seinem Team vom Albhof sorgte für exquisites Catering - die Gäste hatten die Auswahl zwischen verschidenen leckeren Gerichten und sogar Eis war passend zum Wetter im Angebot.

In und um die beiden Zirkuszelte präsentierten sich verschiedenen Abteilungen des Bundeswehrkrankenhauses sowie verschiedene Firmen, die die Veranstaltung unterstützten.

Die Aufnäher, Polos und Schlüsselanhänger, die traumateam extra zum Jubiläum hatte fertigen lassen, fanden reißenden Absatz. Die wenigen übrigen Stücke werden in den nächsten Tagen über diese Homepage angeboten.

Ein weiteres Highlight waren die Hubschrauberrundflüge - die Bell 407 vom Heli-Team Süd war praktisch den ganzen Tag in der Luft.

Gelungene Zeitreise im Ulmer Zelt

 

Im ausverkauften Ulmer Zelt gingen 350 Gäste mit dem traumateam auf eine Zeitreise durch 40 Jahre Luftrettung und 40 Jahre Zeitgeschichte. Mit Hilfe einer von Schülern der Realschule Erbach konstruierten Zeitmaschine beamten die Moderatoren Cpt. Ray Ban und sein Fliegerarzt Dr. Bob die Gäste zurück ins Jahr 1971. Mit Video-Einspielern auf drei Großleinwänden, tollem Sound und genialen Lichteffekten wurden bei den Zuschauern Erinnerungen an die vergangenen 40 Jahre wachgerufen. Musikalisch begleitet wurde die Show von Level1, die schon zu TraumaCare 2009 das Publikum verzauberten und diesesmal eigens für Dr. Helm einen Song von den Ärzten abgewandelt präsentierten.

Da Reisen bekanntlich hungrig macht, wurde dem Publikum vom Albhof-Team ein exquisites 4-Gänge-Dinner serviert, während auf der Leinwand Produktionen wie "Notarzt sucht Frau" liefen, die Monate zuvor in aufwendiger Videotechnik produziert worden waren. Weitere Highlights waren eine Rettungsdienst-Modenschau, die deutlich zeigte, wie sich die Einsatzkleidung in 40 Jahren doch gewandelt hat und die Playback-Auftritte von ABBA, Nena und Wolle Petry. Selbst Prof. Lampl, der Leiter der Abt. Anästhesiologie & Intensivmedizin am Bundeswehrkrankenhaus, hatte es sich nicht nehmen lassen, mit entsprechendem MakeUp als Stevie Wonder "Happy Birthday" zu intonieren.

Im Anschluss an den offiziellen Programmteil wurde noch bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.


Eine überaus gelungene Veranstaltung, die nur möglich war, weil nahezu 100 Helfer über ein Jahr lang geplant, geprobt und vorbereitet haben - DANKE !!!